Wie Du Probleme mit einer einfachen Wortliste lösen kannst

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Um Probleme lösen zu können, musst Du es schaffen, Deinen Geist in neue Richtungen zu lenken. Du kennst den Spruch „Think out of the box“ sicherlich – und genau das ist die Art, um kreativ Probleme lösen zu können. Die einfachste Möglichkeit, um neue Lösungen für ein Problem zu lösen ist es, eine Liste mit Wörtern zu erstellen, die hauptsächlich aus Adjektiven besteht und „Was wäre wenn…“ wäre“-Szenarios erschafft.

Eine simple Technik

Das Prinzip ist ganz einfach: Du beginnst mit der Frage „Was wäre wenn… wäre“ und fügst dann ein Wort aus der Liste hinzu.  Das „…“ ist dabei das Problem, das Du lösen möchtest oder eben die Lösung, die Du für das Problem aktuell hast.

Falls das für Dich unlogisch oder verwirrend klingt, hier ein Beispiel. Angenommen, Deine Wohnung ist zu vollgestopft, weil Du in ihr nicht nur lebst, sondern auch Dein Home Office hast und ein Geschäft in ihr betreibst. Du stellst also die Frage: „Was wäre, wenn Deine Wohnung (und jetzt kommt das Wort aus Deiner Liste, nämlich „klein“) kleiner wäre? Deine Wohnung ist jetzt schon zu klein, aber könnte Dein Geschäft kleiner sein?

Vielleicht hast Du auch das Wort „ordentlich“ auf Deiner Liste. Was wäre, wenn Dein Haus ordentlicher wäre? Vielleicht ist das eine Lösung?

Was Du erwarten darfst: Ein paar neue Lösungen, auf die Du so nicht gekommen wärst.

Natürlich werden die meisten Worte auf der Liste keinen Sinn ergeben. Aber darin besteht eben der Witz: Versuche sie trotzdem und schaue, ob Du nicht vielleicht doch eine sinnvolle Lösung auf das Problem dadurch finden kannst.

Wenn Du zum Beispiel das Wort „hoffnungslos“ auf Deiner Liste hast, macht das auf den ersten Blick keinen Sinn. Es kann Dich aber auch auf die Idee bringen, dass es vielleicht tatsächlich hoffnungslos ist, Dein Geschäft weiterhin in dieser kleinen Wohnung zu betreiben und Du denkst weiter. Was, wenn es hoffnungslos wäre, so weiter zu machen? Welche Lösung würdest Du wählen? Wäre das ein Grund aufzugeben? Nein? Welche Möglichkeit würdest Du wählen, wenn Du wüsstest, dass es so nicht weitergehen kann?

Du siehst also, die Wortliste ist nicht primär dazu gedacht, Dir eine Lösung zu bieten. Sie ermöglicht es aber, Deinen Geist aus seinen aktuellen Bahnen herauszuziehen und mehr oder minder in neue Richtungen zu denken.

Und darum ist es wie bei den meisten Problem-Lösungs-Techniken sehr wichtig, die Ideen nicht sofort zu beurteilen, sondern einfach Deinen Verstand in die unterschiedlichsten Richtungen treiben zu lassen, in die die Wortliste Dich bringt. Greife nicht in den kreativen Prozess ein. Bewerten wirst Du die Ideen dann später.  Aber schreibe Dir alle Ideen sofort auf, wenn Du sie hast, damit Du Dich im Nachhineinan an alle erinnern kannst.

Was für Wörter sollen auf die Liste?

Wir hatten ja schon gesagt, dass sie hauptsächlich aus Adjektiven besteht. Wichtig ist, dass es Wörter sind, die einen wertenden Charakter haben, weil sie Deine Perspektive verändern können. Hier einige Wörter, die immer ganz gut funktionieren:

Was wäre wenn…wäre?

  • Größer
  • Kleiner
  • Entfernter
  • Näher
  • Baldiger
  • Später
  • Einfacher
  • Schwieriger
  • Höher
  • Dick
  • Reich
  • Kurz
  • Schwarz
  • Hoffnungslos
  • Neuer
  • Langweilig
  • Zufällig
  • Billiger
  • Interessanter
  • Extravaganter
  • Bekannter
  • Aufregender
  • spannender

Ein weiteres Beispiel: Auto kaufen ohne Geld zu haben

Hier noch ein weiteres Beispiel, damit Du diese Technik besser verstehst. Angenommen, Du möchtest Dir ein neues Auto kaufen und weißt nicht, wie Du Dir das Geld dafür beschaffen sollst.

Die aktuelle Lösung, um das Problem „Auto kaufen“ zu lösen wäre „Geld besorgen“. Also

Was wäre wenn Geld besorgen (Problem) langweilig (Wort von der Wortliste) wäre?“

Würde dann das Auto auch so einen Stellenwert haben, dass Du etwas Langweiliges zu tun bereit bist, um an das Geld rankzukommen? Wenn ja, könntest Du zum Beispiel einer zusätzlichen Tätigkeit nachgehen, die so langweilig ist, das sie kaum jemand machen möchte (und darum auch besser bezahlt wird). Wenn nein, fällt Dir dadurch vielleicht auf, dass Du eigentlich gar nicht so richtig scharf darauf bist, das Auto zu haben, weil Du nicht einmal bereit wärst, einer langweiligen Tätigkeit dafür nachzugehen.

Fazit

Wie gesagt: Die meisten dieser Worte werden keinen Sinn ergeben, aber darum geht es auch nicht. Vielmehr geht es darum, sie alle auszuprobieren und vielleicht ein oder zwei zu unter ihnen finden, die Dir eine neue Perspektive auf Dein Problem oder Deine aktuelle Lösung bieten. Sie sollen Dir also helfen, ein wenig rumzuspinnen. Auf diese Weise ist die Chance hoch, dass Du ein paar brauchbare Lösungen für Dein Problem findest, auf die Du so nicht von alleine gekommen wärst.

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